HistorieUnsere Erfolgsgeschichte

Genossenschaftliches Wohnen hat eine lange Tradition. Die Idee keimte erstmals in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Es war die Zeit der industriellen Revolution – Menschen strömten auf der Suche nach Arbeit in die Städte. Dadurch herrschte nicht nur eine große Wohnungsnot, die Arbeiter mussten auch in erbärmlichen Verhältnissen hausen. Sozialreformer wie Victor Aimé Hüber, Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze Delitzsch wollten ihre Situation verbessern und entwickelten das deutsche Genossenschaftswesen.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Gesellschaft erneut vor einer Mammutaufgabe: Die Städte waren zerstört, viele Menschen obdachlos. Flüchtlinge aus dem Osten verschärften das Problem. Die Wohnungsbaugenossenschaften arbeiteten intensiv am Wiederaufbau mit und schafften einfachen und bezahlbaren Wohnraum. Noch bis in die 1960er-Jahre gab es in Deutschland zu wenig Wohnungen.

WBG Erkrath seit 1953 auf dem Wohnungsmarkt aktiv

    Unsere Wohnungsbaugenossenschaft wurde 1953, also mitten in dieser schwierigen Phase, gegründet. Treibende Kraft war der damalige Gemeindedirektor Albert Peters, ein Neubürger unserer Stadt. Er rief die Wohnungsbaugenossenschaft Erkrath eG gemeinsam mit Bürgermeister Alexander Bendt ins Leben. Der erste Mieter war Willi Ruge. Er suchte damals händeringend ein Dach über den Kopf. Kollegen erzählten ihm von der Gründungsversammlung unserer Genossenschaft. Also nahm Willi Ruge an diesem Treffen im Rathaus teil, wurde Mitglied – und schon bald darauf Mieter. Unsere ersten 31 Wohnungen entstanden am Rathelbecker Weg (heute Schinkelstraße 1-9) und an der Beethovenstraße 24/26.

Bezahlbare Mietwohnungen für Erkrath

    Erkrath feierte 1954 also zwei wichtige Ereignisse. Toni Turek, dem Torwart der deutschen Fußballnationalmannschaft und Bürger Erkraths, wurde nach dem WM-Sieg in Bern ein begeisterter Empfang bereitet. Und die ersten beiden Häuser unserer Genossenschaft konnten von glücklichen Mietern bezogen werden. Von da an ging es stetig voran – wir bauten Jahr für Jahr neue Genossenschaftshäuser. Unseren heutigen Bestand haben wir im Wesentlichen bis in die 70er-Jahre gebaut oder durch Zukauf vergrößert. Bis in die 1990er-Jahre stand der Erhalt und die Verwaltung unserer Liegenschaften im Fokus unserer Arbeit. Dieser änderte sich in den 1990er-Jahren in Richtung Modernisierung. Schon damals setzten wir auf energieeffiziente Technik in unseren Gebäuden.

WBG Erkrath bietet rund 1.000 Wohnungen

Aktuell hat die WBG Erkrath rund 1.500 Mitglieder und bietet gut 1.000 Wohnungen an. Natürlich beschäftigen auch uns die großen Themen unserer Zeit, z. B. Klimaneutralität, Digitalisierung oder Fachkräftemangel. Die Weiterentwicklung unseres Bestandes und unserer Verwaltung wird vor dem Hintergrund dieser Themen für uns immer im Fokus stehen, damit sich sowohl ältere als auch die jüngeren Mitglieder in unserer Genossenschaft lange gut aufgehoben fühlen. Dabei verlieren wir unseren Grundsatz, bezahlbare, gute und sichere Wohnungen anzubieten, niemals aus den Augen.